GetriebeLab

Maschinenbauteile & Antriebstechnik · Staatliche Berufsschule 1 Kempten
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Maschinenbauteile & Antriebstechnik

Wie Druckmaschinen sich bewegen, gesteuert und angetrieben werden: die sechs Grundgetriebearten, Steuern und Regeln mit Sensoren und Aktoren, sowie der Weg von der Königswelle zum Direct-Drive-Antrieb.

Verstehen
⚙️
Modul 01
Grundgetriebe

Die sechs Grundgetriebearten der Druckmaschine: Rollen-, Räder-, Kurven-, Sperr-, Schrauben- und Kurbelgetriebe – mit Bauteilen, Beispielen und Besonderheiten.

Erklärung + Übungen
🔍
Modul 02
Getriebe-Explorer

Jede Getriebeart einzeln anklicken und verstehen, dazu ein Quiz: Welche Bewegungsumwandlung passt zu welchem Getriebe?

Interaktiv
🔄
Modul 03
Steuern & Regeln

Informationsfluss, EVA-Prinzip, Regelkreis und Steuerkette, Sensoren und Aktoren, Störgrößen – die Grundlagen der Steuerungstechnik an der Druckmaschine.

Erklärung + Übungen
🔌
Modul 04
Antrieb an Druckmaschinen

Von der mechanischen Königswelle zum elektronischen Direct-Drive-Antrieb: Prinzip, Vor- und Nachteile im Vergleich.

Erklärung + Übungen
Rechnen und üben
🧮
Modul 05
Übersetzung & Drehzahl

Erklärt: Umfang, Umfangsgeschwindigkeit und Übersetzungsverhältnis bei Rollen- und Rädergetrieben. Dazu endlos viele Rechenaufgaben.

Erklärung + Übungen
🃏
Modul 06
Sensoren & Aktoren-Memory

Bauteil und Funktion einander zuordnen: Potentiometer, Fotozelle, Schrittmotor, Pneumatikzylinder und mehr.

Spiel · 3 Stufen
Modul 07
Fachbegriffe-Blitz

60 Sekunden, Definition erscheint – du triffst den passenden Fachbegriff. 30 Begriffe aus allen Modulen, mit Serienbonus.

Spiel · 60 Sekunden
⚙️ Grundgetriebe

Warum Getriebe?

Eine Druckmaschine braucht rotierende, schwingende, gleichmäßige, ungleichmäßige, stetige und aussetzende Bewegungen: der Kipp- und Schleppsauger am Anleger, die Zylinder im Druckwerk, die Vorder- und Seitenmarken, die Druckan- und -abstellung, die Farb- und Feuchtheber, der Auslagemechanismus. Für all diese Bewegungsabläufe sind genau berechnete, präzise gebaute Antriebe nötig – man nennt sie Getriebe.

Die Bauteile eines Grundgetriebes

Grundgetriebe bestehen meist nur aus 3 bis 4 Teilen und sind dadurch übersichtlich und leicht verständlich. Man unterscheidet:

Gestell – der feste Rahmen, in dem alle beweglichen Teile gelagert sind.
Antriebsglied – nimmt die ankommende Bewegung auf.
Abtriebsglied – gibt die umgewandelte Bewegung weiter.
Koppelglied – ein Verbindungsteil, das nicht jedes Getriebe besitzt.

Die sechs Grundgetriebearten
1 · Rollengetriebe
Zwei sich berührende Rollen wälzen sich mit ihren Umfängen aufeinander ab, z. B. die Walzen im Farbwerk.

Wandelt um: Drehbewegung → Drehbewegung, mit umgekehrter Drehrichtung (direkter Kontakt) bzw. gleicher Drehrichtung (indirekt über einen Riemen).
Besonderheit: Es kann Schlupf auftreten – deshalb lassen sich mit Rollengetrieben keine großen Kräfte übertragen. Das Übersetzungsverhältnis verhält sich umgekehrt zum Durchmesserverhältnis der Rollen.
2 · Rädergetriebe
Zwei ineinandergreifende Zahnräder, z. B. im Hauptantrieb der Druckwerke.

Wandelt um: Drehbewegung → Drehbewegung, mit entgegengesetzter Drehrichtung (direkt) bzw. gleicher Drehrichtung (indirekt über eine Kette).
Besonderheit: Im Gegensatz zum Rollengetriebe gibt es keinen Schlupf – das konstruktiv festgelegte Übersetzungsverhältnis (umgekehrt zur Zähnezahl) wird immer exakt eingehalten.
3 · Kurvengetriebe
Eine Kurvenscheibe (Unrundscheibe) mit anliegendem Hebel oder anliegender Rolle, z. B. zum Öffnen und Schließen der Greifer.

Wandelt um: Drehbewegung → unregelmäßige Schwingbewegung.
Besonderheit: Je nach Form der Unrundscheibe lässt sich praktisch jeder denkbare Bewegungsablauf erzeugen.
4 · Sperrgetriebe
Ein Sperrglied unterbricht die Bewegung des Abtriebsglieds zeitweise, z. B. am Duktorvorschub oder Anleger.

Wandelt um: eine regelmäßige Bewegung → aussetzende (unterbrochene) Drehbewegung.
Besonderheit: Klassisch arbeitet ein Klinken-Zackenrad-Mechanismus (Schrittschaltwerk). Moderne Bauformen nutzen einen Klemmkörper-Freilauf (wie ein Fahrradfreilauf) – der Vorschub ist dann stufenlos statt an eine Zahngröße gebunden.
5 · Schraubengetriebe
Eine im Gestell drehbar gelagerte Schraube greift in ein Gewindeteil, z. B. der Hauptantrieb an einem Stapelschneider.

Wandelt um: Drehbewegung → geradlinige Schubbewegung.
Besonderheit: Antriebsglied ist immer die Schraube, Abtriebsglied immer das Gewindeteil – nicht umkehrbar.
6 · Kurbelgetriebe
Eine rotierende Kurbel ist über ein Koppelglied beweglich mit einer Schwinge verbunden.

Wandelt um: Drehbewegung → regelmäßige Schwingbewegung (pro Umdrehung einmal vor und zurück).
Sonderform: das Exzentergetriebe – eine nicht im Mittelpunkt, sondern exzentrisch gelagerte Scheibe hebt und senkt einen aufliegenden Hebel.
Rädergetriebearten im Vergleich
Typ
Merkmal
Stirnradgetriebe
Achsen liegen parallel zueinander
Kegelradgetriebe
Achsen liegen rechtwinklig zueinander
Schraubenradgetriebe
schräg verzahnte Räder, gekreuzte Achsen
Schneckenradgetriebe
Schnecke immer Antrieb, hohe Untersetzung (z. B. 50:1), nicht umkehrbar

Indirekte Getriebe – wenn der Achsabstand groß ist

Bei großem Achsabstand wird die Drehleistung über ein Koppelglied übertragen:

Riemen (indirektes Rollengetriebe) – Antriebs- und Abtriebsglied drehen in gleicher Richtung. Bei hoher Belastung werden Keil- oder Zahnriemen statt Flachriemen eingesetzt, damit die Reibung ausreicht.
Kette (indirektes Rädergetriebe) – lässt im Gegensatz zum Riemen keinen Schlupf zu, dehnt sich aber unter Belastung und muss von Zeit zu Zeit nachgespannt werden, z. B. am Ausleger.

Bonus: Wälzlager – tragende Bauteile jedes Getriebes

Damit sich Antriebs- und Abtriebsglieder reibungsarm im Gestell drehen können, werden sie in Wälzlagern geführt. Die wichtigsten Bauformen unterscheiden sich in der Form ihrer Wälzkörper:

Kugellager – kugelförmige Wälzkörper, geringe Reibung, für kombinierte Radial- und Axiallasten.
Rollenlager – zylindrische Wälzkörper, hohe radiale Belastbarkeit.
Nadellager – sehr dünne, lange Wälzkörper („Nadeln“), hohe Tragfähigkeit bei besonders kompakter Bauform, oft doppelreihig ausgeführt.

Grundgetriebe-Check

Zwölf Fragen aus einem Vorrat von über 20. Zu jeder Frage gibt es genau eine richtige Antwort – nach dem Antworten siehst du die Begründung.

🔍 Getriebe-Explorer

Getriebeart anklicken

Wähle eine der sechs Grundgetriebearten und lies nach, wie sie aufgebaut ist und wo sie an der Druckmaschine vorkommt.

Klicke auf eine Getriebeart.

Bewegungsumwandlung-Quiz

Lies die Beschreibung der Bewegungsumwandlung – errätst du die passende Getriebeart?

🔄 Steuern & Regeln

Was ist ein technischer Prozess? (DIN 66201)

Nach DIN 66201 ist ein technischer Prozess die Umformung oder der Transport von Material, Energie oder Information. Man unterscheidet drei Prozessarten:

Herstellungsprozesse – z. B. Text- und Bildverarbeitung, das Drucken selbst, das Zuschneiden von Bogen.
Verteilprozesse – z. B. das Lagern und Verteilen von Papier und Farbe.
Prüfprozesse – z. B. das Messen der Farbdichte, das Prüfen, ob die Farbe schon trocken ist.

Informationsfluss in technischen Prozessen

Jeder technische Prozess lässt sich durch physikalische und chemische Größen beschreiben – Geschwindigkeit, Drehzahl, Temperatur, pH-Wert, Farbdichte usw. Diese Angaben liefern Informationen über Prozesszustand und -ablauf und müssen entsprechend vorgegeben und kontrolliert werden.

Richtung
Beispiel
Mensch → Maschine
Der Bediener stellt Geschwindigkeit oder Farbzufuhr ein.
Maschine → Mensch
Das Display zeigt Bogenzahl, Temperatur oder eine Störung an.
Maschine → Maschine
Eine Messanlage übermittelt Werte automatisch an den Leitstand.
Das EVA-Prinzip der Datenverarbeitung

EingabeVerarbeitungAusgabe

Beim Menschen: Sinnesorgane nehmen Informationen auf → das Gehirn verknüpft sie mit Erfahrung → die Hand wird aktiv.
Bei der Maschine: MessenVergleichenStellen
Steuern oder Regeln?

Der entscheidende Unterschied ist die Rückführung: Nur beim Regeln wird der Istwert gemessen und laufend mit dem Sollwert verglichen – deshalb ist der Regelkreis ein geschlossener Kreislauf, die Steuerkette ein offener.

▸ Steuern
Steuer­gerät System ✕ keine Rückführung
Steuerkette · offener Wirkungsablauf, Störgrößen wirken ungehindert
▸ Regeln
Δ Regler System ← Rückführung (Istwert)
Regelkreis · geschlossener Kreislauf, ständiger Ist-Soll-Vergleich
Steuern
Regeln
offener Wirkungskreis – Steuerkette
geschlossener Kreislauf – Regelkreis
kein Ist-Soll-Vergleich
Istwert wird ständig mit Sollwert verglichen
Störgrößen bleiben unberücksichtigt
bei Abweichung wird automatisch nachgestellt
z. B. Farbduktordrehung von Hand
z. B. automatische Farbdichteregelung
Arten der Steuerung
Manuelle Steuerung
Der Drucker greift direkt am Bauteil ein, z. B. dreht er selbst an den Zonenschrauben der Farbdosierung.
Fernsteuerung
Die Einstellung erfolgt vom Steuerpult aus, die Rückmeldung z. B. über Ziffernanzeige oder LED – der Bediener muss nicht mehr direkt am Bauteil stehen.
Zentrale Fernsteuerung (Leitstandtechnik)
Die gesamte Maschine wird von einer einzigen Stelle aus bedient und überwacht, z. B. vom Leitstand der Druckmaschine aus.
Programmierte Steuerung
Ein Ablauf läuft automatisch nach einem festgelegten Programm, z. B. nach dem ersten Gutbogen: die Maschine fährt hoch, Farbheber pendeln, Zylinder werden in der richtigen Reihenfolge zugestellt, der Puderapparat schaltet sich ein.
Zeitsteuerung
Ein Vorgang wird zu einer festen Zeit aus- oder eingeschaltet, z. B. die Feuchtmittelkühlung über eine Schaltuhr.

Der Regelkreis

Eine Regelung hat die Aufgabe, trotz störender Einflüsse die Istgröße an die Sollgröße anzugleichen. Dazu gehören mindestens: die Erfassung des Istwerts, der Vergleich mit dem Sollwert, und ein Regler, der über einen Aktor eingreift.

Sollwert Δ Regler Stellgröße System Störgröße Istwert ← Rückführung: Istwert wird gemessen und zurück zum Regler gemeldet
Der geschlossene Regelkreis gleicht die Istgröße trotz Störgrößen fortlaufend an die Sollgröße an.

Sensoren – wie Informationen in die Maschine kommen

Ein Sensor (Fühler) erfasst eine physikalische Größe und wandelt sie in ein elektrisches Signal um. Beispiele:

Potentiometer – Schiebe- oder Drehwiderstand, erfasst Wegänderungen (z. B. Farbschieber, Register).
Fotozelle / Lichtschranke – ändert den elektrischen Widerstand mit dem Lichteinfall, oft mit unsichtbarem Infrarotlicht (Reflextaster, Reflex-Lichtschranke).
Temperatur-Messwiderstand – ändert seinen Widerstand mit der Temperatur.
Kapazitiver Sensor – ein Plattenkondensator erkennt z. B. einen Doppelbogen an der Kapazitätsänderung.
Induktiver Sensor (Näherungsschalter) – erkennt berührungslos metallische Bauteile über ein elektromagnetisches Feld, z. B. als Endschalter oder zur Positionserkennung bewegter Maschinenteile.

Aktoren – wie Informationen aus der Maschine wirken

Ein Aktor (Stellglied) setzt ein elektrisches Signal in eine Aktion um. Beispiele:

Schrittmotor – dreht sich in exakten, festen Winkelschritten, zeigt seine Position direkt an, ohne Zusatzsensor.
Pneumatik-/Hydraulikzylinder – setzt Drucksignale in geradlinige Bewegung um, z. B. zum An- und Abstellen von Walzen.
Elektromagnet – rückt Kupplungen ein oder aus, öffnet oder schließt Ventile.

Störgrößen

Ein Prozess läuft nicht von allein konstant weiter. Störgrößen sind äußere Einflüsse, die ihn immer wieder aus dem Gleichgewicht bringen – z. B. eine steigende Raumtemperatur oder die Verdunstung von Alkohol im Feuchtmittel. Deshalb muss ständig nachgeregelt werden, selbst wenn die Maschine korrekt eingerichtet wurde.

Steuern oder Regeln?

Lies die Situation und entscheide: Steuern oder Regeln? Nach jeder Antwort siehst du die Begründung.

Richtig
0
Aufgabe
1 / 10
Wissensfragen

Steuern-&-Regeln-Check

Zwölf Fragen aus einem Vorrat von über 15. Zu jeder Frage gibt es genau eine richtige Antwort.

🔌 Antrieb an Druckmaschinen

Königswelle – der klassische Antrieb

Über mehr als hundert Jahre wurde eine Druckmaschine durch einen Hauptmotor angetrieben, dessen Kraft auf eine Längswelle (die Königswelle) oder ein Rädergetriebe übertragen wird. Diese treiben über Zahnradgetriebe die einzelnen Druckwerke und weiteren Maschinenteile an und erzwingen so den Synchronlauf aller beweglichen Teile – Druckwerke, Zugwalzen, Falzapparate, Formatschneider usw.

M Druckwerk 1 Druckwerk 2 Druckwerk 3 Druckwerk 4
Ein Motor treibt die Längswelle mechanisch an – alle Druckwerke sind starr gekoppelt und drehen zwangsläufig exakt synchron.

Nachteile der Königswelle

• Sich ständig veränderndes Spiel durch mechanischen Verschleiß
• Höhere Geräuschentwicklung
Zeitaufwändige Umrüstung, da immer mechanische Umbauten nötig sind – kein paralleles Rüsten möglich
• Erhöhter Makulatur-Anfall beim Hochlaufen durch mechanische Torsion

Direct Drive – die elektronische Welle

Der technische Fortschritt ermöglicht es, für jedes Druckwerk einen eigenen Schritt- oder Servomotor vorzusehen und diese präzise zu synchronisieren. Die elektronische Welle überträgt dabei keine Kräfte oder Drehmomente zwischen den Baugruppen, sondern nur Daten. Die Lageregelung folgt übermittelten Positionssollwerten und erreicht Gleichlaufgenauigkeiten mit Winkelabweichungen unter 0,005°.

nur Daten – keine mechanische Welle M M M M
Jedes Druckwerk hat einen eigenen Motor. Nur Daten (Positionssollwerte) werden ausgetauscht – die Synchronisation ist elektronisch, nicht mechanisch.
Was die elektronische Welle austauscht

Mit der Maschinenablaufsteuerung (SPS): Produktionsgeschwindigkeit, Steuersignale für Nebenbetriebsarten, Diagnosemeldungen, Prozessinformationen.

Über zusätzliche Ein-/Ausgabekarten: Sensordaten aus dem Prozess – z. B. das Signal einer Druckmessdose als Istwert für den Zugregler.
Königswelle im Vergleich zur elektronischen Welle
Königswelle
Elektronische Welle (Direct Drive)
überträgt Kräfte/Drehmomente mechanisch
überträgt nur Daten
Verschleiß, wechselndes Spiel
kein mechanisches Spiel
Umrüstung nur mechanisch, zeitaufwändig
einfaches Parametrieren, „fliegender“ Wechsel
eine gemeinsame Welle für alle Aggregate
jedes Aggregat eigener Motor, per Signalkabel koppelbar

Vorteile im Überblick

Paralleles Rüsten, z. B. gleichzeitiger Druckplattenwechsel in allen Druckwerken
Fliegender Eindruckwechsel, ohne die Maschine anzuhalten
• Funktionen werden durch einfaches Parametrieren statt zeitaufwändiges Programmieren aktiviert
Inline-Kopplung mit Papierverarbeitungsmaschinen über ein Signalkabel
• Geringerer Verschleiß und weniger Makulatur beim Anlaufen
• Rationalisierte Serienfertigung von unabhängig testbaren Einzelaggregaten

Ausblick: Push to Stop

Direct Drive und die elektronische Welle sind die technische Grundlage für den nächsten Schritt: Push to Stop, Heidelbergs Konzept einer weitgehend autonomen Druckproduktion. Dabei überwacht die Maschine ihre Prozesse selbst, erkennt Störgrößen und -abweichungen per Sensorik und Kamerasysteme und greift automatisch ein – der Bediener muss die Maschine im Idealfall nur noch stoppen, statt ständig manuell nachzuregeln. Das ist eine unmittelbare Weiterentwicklung des Regelkreis-Prinzips aus dem Modul „Steuern & Regeln“, angewendet auf die gesamte Maschine.

Antriebstechnik-Check

Zwölf Fragen aus einem Vorrat von über 15. Zu jeder Frage gibt es genau eine richtige Antwort.

🧮 Übersetzung & Drehzahl

Umfang, Umfangsgeschwindigkeit, Drehzahl

Bei einem Rollengetriebe wälzen sich die Rollen mit ihren Umfängen aufeinander ab. Eine Umfangsdrehbewegung von 10 cm bei Rolle A bewirkt auch bei Rolle B eine Umfangsdrehbewegung von 10 cm. Daraus folgt: Die Umfangsgeschwindigkeiten beider Rollen sind gleich, während sich die Drehzahlen umgekehrt zu den Durchmessern (Umfängen) verhalten.

Rollengetriebe

U = d × π  (π ≈ 3,14)
vA = vB  (gleiche Umfangsgeschwindigkeit)
nA × dA = nB × dB
i = nAn : nAb = dAb : dAn  (Übersetzungsverhältnis)
Rechenbeispiel · Rollengetriebe
Rolle A hat d = 2,3 cm, Rolle B hat d = 1,15 cm. Rolle A dreht mit nA = 1 U/sec.

UA = 2,3 × 3,14 = 7,222 cm  ·  UB = 1,15 × 3,14 = 3,611 cm
Übersetzungsverhältnis: 1 : 2 → nB = 2 U/sec
Umfangsgeschwindigkeit beider Rollen: 7,222 cm/sec
Merke: Die kleinere Rolle dreht schneller.
Rädergetriebe

i = nAn : nAb = zAb : zAn
Das Übersetzungsverhältnis ist umgekehrt wie das Verhältnis der Zähnezahl z – und wird, anders als beim Rollengetriebe, immer exakt eingehalten (kein Schlupf).
Rechenbeispiel · Rädergetriebe
Zahnrad A hat 30 Zähne (Antrieb), Zahnrad B hat 20 Zähne (Abtrieb).

Drehzahlverhältnis: 20 : 30 = 2 : 3 oder 1 : 1,5
Zahnrad B dreht 1,5-mal so schnell wie Zahnrad A.

Rechen-Trainer

Die Aufgaben werden bei jedem Durchgang neu gewürfelt – der Vorrat ist unbegrenzt. Nach dem Prüfen siehst du den vollständigen Rechenweg.

Aufgabenart
Serie
0
Bestserie
0
🃏 Sensoren & Aktoren-Memory

Bauteil und Funktion paaren

Decke zwei Karten auf. Passen Bauteil und Funktion zusammen, bleiben sie offen.

⚡ Fachbegriffe-Blitz

60 Sekunden, so viele wie möglich

Es erscheint eine Definition – tippe den passenden Fachbegriff. Serie bringt Bonuspunkte, ein Fehler setzt sie zurück.