DIN-Formate
Die A-Reihe sicher im Kopf – dazu B- und C-Reihe, Rohformate und das Rechnen mit Normformaten.
Seitenverhältnis 1:√2, Halbierung ohne Abfall, A-, B- und C-Reihe, Rohformate und Bogenbezeichnungen.
A0 Schritt für Schritt halbieren und zusehen, wie die ganze Reihe entsteht – maßstabsgetreu.
Format und Maße paaren. Wer wenige Züge braucht, hat die Reihe im Kopf.
Maße erscheinen, du tippst das Format – gegen die Uhr, mit Serie und Zeitbonus.
Wofür ist welche Reihe da? Ordne Produkte der A-, B- oder C-Reihe oder den Rohformaten zu.
Nutzen- und Masseberechnung mit Normformaten. Aufgaben werden bei jedem Start neu gewürfelt.
Das Prinzip: 1 : √2
Alle Formate der Reihen A, B und C haben das Seitenverhältnis 1 : √2 (etwa 1 : 1,414). Halbiert man die längere Seite, entsteht wieder ein Rechteck mit demselben Verhältnis – deshalb geht die Teilung ohne Abfall auf. Kleine Abweichungen in den Tabellen sind Rundungen.
Das Ausgangsformat A0
841 mm × 1189 mm – das ergibt 0,999949 m², also praktisch genau 1 m². Die Rundung auf ganze Millimeter ist der Grund für die winzige Abweichung. Jede weitere Klasse halbiert die Fläche: A1 = ½ m², A2 = ¼ m², A3 = ⅛ m² und so weiter.
Bogen oder Blatt?
A0 heißt Vierfachbogen, A1 Doppelbogen, A2 Bogen, A3 Halbbogen, A4 Viertelbogen. Ab A5 spricht man von Blatt, Halbblatt, Viertelblatt.
B- und C-Reihe
Beide sind aus der A-Reihe abgeleitet und haben ebenfalls das Verhältnis 1 : √2.
B-Reihe – größer als A. Dient als Druckformat, wenn das Rohformat nicht reicht, und bestimmt das Höchstmaß der Briefpost. Ordner sind zum Beispiel B4.
C-Reihe – liegt zwischen A und B. Das sind die Formate für Umschläge, Hüllen und Mappen: In den C4-Umschlag passt der A4-Bogen.
Die Maße der B- und C-Reihe musst du nicht auswendig können – nur wofür sie da sind.
B0 kurze Seite = geometrisches Mittel der A0-Seiten:
√(841 × 1189) ≈ 1000 mm → lange Seite 1000 × √2 ≈ 1414 mm
C0 = geometrisches Mittel aus A0 und B0:
√(841 × 1000) ≈ 917 mm → 917 × √2 ≈ 1297 mm
Rohformate (DIN EN ISO 217)
Druckbogen sind größer als das Endformat, weil Platz für Beschnitt, Greiferrand und Kontrollelemente gebraucht wird.
RA steht für Rohformat A und ist flächenmäßig rund 5 % größer (RA0 = 1,05 m²), SRA für sekundäres Rohformat A und ist rund 15 % größer (SRA0 = 1,15 m²). Die Maße sind auf ganze Zentimeter gerundet.
Formate außerhalb der Norm
Streifenformate entstehen durch Dritteln oder Vierteln eines A-Formats – gebräuchlich sind ⅓ A4 und ⅔ A4.
Zeitungsformate sind in DIN 16604 (1973) festgelegt. Angegeben wird das geschlossene Format (Verkaufsformat):
Berliner Format 315 × 470 mm · Rheinisches Format 350 × 510 mm · Nordisches Format 400 × 570 mm · Tabloid 235 × 315 mm
Achtung: Aufgeschlagen ist der Bogen doppelt so breit – das Berliner Format misst offen 470 × 630 mm. Vor der Normung gab es rund 60 verschiedene Zeitungspapierformate.
Warum überhaupt genormt?
Vor der Normung 1922 gab es eine Flut von Bogengrößen mit eigenen Namen – allein rund um 40 × 60 cm etwa 35 verschiedene. Am 18. August 1922 erschien die von Walter Porstmann entwickelte Norm DIN 476. Damit wurde festgelegt, dass für Schreibpapier, Karteikarten, Postkarten und Vordrucke im Geschäfts- und Behördenverkehr nur noch DIN-Formate verwendet werden. Heute gilt DIN EN ISO 216.
Halbieren und zusehen
Jeder Klick halbiert die längere Seite. Die Zeichnung ist maßstabsgetreu – du siehst, wie sich die Fläche jedes Mal halbiert und das Seitenverhältnis trotzdem gleich bleibt.
Format und Maße paaren
Decke zwei Karten auf. Passen Format und Maße zusammen, bleiben sie offen. Je weniger Züge du brauchst, desto besser sitzt die Reihe.
60 Sekunden, so viele wie möglich
Es erscheinen Maße – tippe das passende Format. Jede richtige Antwort bringt Punkte, eine Serie bringt mehr. Bei einem Fehler fällt die Serie auf null.
Welche Reihe passt?
Für jedes Produkt gibt es genau eine passende Formatreihe. Die Maße brauchst du nicht – nur zu wissen, wofür jede Reihe da ist.
Nutzen und Masse
Zwei Formeln reichen für alles:
m = MA0 : 2^F Masse eines Nutzens aus der Flächenmasse